SYNAPTIK - Justify & Reason

2017 (The Snakes On Fire Records/Divebomb Records) - Stil: Progressive Power / Thrash



Ursprünglich wollten die Briten SYNAPTIK allein die vermeintlichen Höhepunkte des Debüts ´The Mechanisms Of Consequence´ ihren neuen Songs beifügen und als Nachfolgewerk auf den Markt bringen. Daher wurden diese in den 'Ruins Rust'-Studios in Deutschland remixt, so dass neben fünf neuen Songs drei altbekannte Lieder in einer besserer Produktion auf ´Justify & Reason´ ihren Platz finden. Doch das Studio nahm sich überraschend das komplette Debüt vor, so dass dieses nun vollständig in einer remixed/remastered-Version vorliegt. Aus diesem Grund wird die US-Version von ´Justify & Reason´ als Doppel-Album, mit dem Bonus-Silberling der vollständigen Remix-Remastered-Version von ´The Mechanisms Of Consequence´, und die UK-Version, wie ursprünglich vorgesehen, schlicht als Einzel-Silberling erscheinen.

Da für den Kenner von SYNAPTIK letzten Endes nur die fünf neuen Songs von Bedeutung sind, kann ´Justify & Reason´ letztlich nur als EP und nicht als vollwertiges, neues Werk angesehen werden. Weshalb die drei alten Songs schließlich überhaupt noch auf dem Hauptwerk von ´Justify & Reason´ enthalten sind, obwohl das komplette Debüt in einer der angebotenen Varianten als Bonus erhältlich ist, erschließt sich weder auf den ersten noch zweiten Blick. Lenken wir diesen infolgedessen lieber auf das neue Liedgut. Fünf Songs, fünf ausgezeichnete und unterschiedlich gestaltete Schönheiten, die jeden Freund kraftvoller sowie metallener Kostbarkeiten in Ekstase treiben werden.

Denn SYNAPTIK spielen anschmiegsamer als TOXIK, so filigran wie späte PSYCHOTIC WALTZ, so kraftvoll wie frühe NEVERMORE, in einer Liga mit COMMUNIC, in neo-klassischen Bereichen edler als SYMPHONY X, könnten obendrein CONTROL DENIED beerben und lassen bei aller Power nicht nur die Härte des Thrash aus sich heraus, sondern die britische Leichtigkeit der Königsklasse, in der THRESHOLD weilen. Sogar vor keinem Warrel Dane, Damian Wilson oder Buddy Lackey muss sich Sänger John Knight in seiner hochemotionalen Darbietung verstecken. Die vollzählige Instrumentalfraktion, bei aller Härte, Kraft und gefühlvollen Finesse sowie Leidenschaft, gewiss ebenfalls nicht. SYNAPTIK schnippen alle Pseudo-Modeerscheinungen, das Gros aller Progmetal und Djent-Combos mit dem kleinen Finger von den Marshall-Amps.

(9 Punkte)


http://synaptikmetal.com/




28.02.17
Von: Michael Haifl
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