SOULS DEMISE - Angels Of Darkness

2017 (Ragnarök Records) - Stil: Power / Thrash Metal


Chicagos Hoffnungsträger SOULS DEMISE existierten über eine Dekade lang zwischen 1999 und 2011, kapitulierten jedoch letzten Endes während der Aufnahme-Sessions zu ihrem Debütwerk. Angetrieben vom exzellenten Gitarren-Doppel Larry Scola und Tony Dascola dürfte wohl der andauernde Wechsel des Frontmannes und Sängers ein nicht heilbares Übel gewesen sein. 'Ragnarök Records' kratzten zumindest alles verfügbare Material aus der Schaffensphase des Quintetts zusammen, beide Demonstrationen aus 2002 und 2003 sowie spätere Aufnahmen aus 2006 und 2009, um ´Angels Of Darkness´ zu veröffentlichen.

Mit den Aufzeichnungen aus 2003 beginnt diese Kompilation und endet mit denselben vier Songs aus dem Demo 2002. Mike Nowicki hieß der zweite Sänger, dem es vergönnt war, diese vier harten Power-Thrash-Nummern einzusingen. Nicht gänzlich ausgereift, nimmt den Banger dennoch der klassische Spirit gefangen. Dass sie sich im Thrash zuhause fühlten, zeigt das Biest ´Wings Of Misfortune´ unumwunden. Zudem hätten andere Bands aus dem Freudensprung ´Black Widow´ gleich zwei geschmiedet. Den ersten Versuch am Mikrofon unternahm dagegen bereits 2002 Jamie Pokusa (DAMNATION WINDS, VALHOM).

Die wahren Schätze dieser Kompilation befinden sich freilich zwischen diesen beiden frühen Einspielungen, stammen aus den späteren Bandjahren und wurden von Randy Barron (TYRANT´S REIGN, WINTERKILL, SPIRIT WEB) sowie Andre Almaraz (PALE HORSEMAN) eingeröhrt. SOULS DEMISE wurden mit Randy Barron melodischer, auch von der Gitarrenschmiede, wuchtiger und entsprachen einer 90er-Kapelle. Mit ´No Hero´ lieferten sie sogar einen kleinen Band-Hit ab, der in seinem Thrash-Universum einen geradezu hardrockigen Refrain auslebt. Ihr letzter Sänger Andre Almaraz trieb die Band mit seinem rauen, zuweilen in den Death Metal vordringenden Organ in dunklere Bereiche. Gleichwohl kreierten sie mit ´No Tomorrow´ nochmals einen zu ´No Hero´ ebenbürtigen Ohrwurm.

Wer im gegenwärtigen Jahrzehnt Sehnsucht nach vergangenen Zeiten und gar nach denen aus den sagenumwobenen Neunzigern entfaltet, kann sich mit SOULS DEMISE gepflegte Stunden bereiten.

(7 Punkte)




19.12.17
Von: Michael Haifl
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