PROCESSION - To Reap Heavens Apart

2013 (High Roller Records) - Stil: Epic Doom


Spätestens jetzt, mit ihrem neuen Album 'To Reap Heavens Apart', sind die Epic Doomer von PROCESSION ganz oben, an der Spitze, angekommen und lassen so schnell keine andere Band mehr an sich vorbei. Nach zwei EPs und dem dazwischen liegenden Debüt in 2010 ('Destroyers Of Faith') präsentieren sie mit ihrem Zweitling ein zukünftig unter 'Klassiker' einzusortierendes Album. Die ehemals chilenische Band um den Gitarristen und Sänger Felipe Plaza Kutzbach hat sich nicht nur örtlich in Schweden gemütlich gemacht. Neben dem Rhythmus-Gespann Claudio Botarro Neira (Bass) und Uno Bruniusson (Drums) verstärkt mittlerweile auch Jonas Pedersen die Band an der Gitarre. Nach dem kurzen zweiminütigen Intro 'Damnatio Memorae' beginnt das Album mit dem sich langsam aufbauenden Doomer 'Conjurer' fast unspektakulär, was sich aber umgehend ändert. Das anschließende 'Death & Judgement' bewegt sich klar in enger Verwandtschaft zu CANDLEMASS, überrascht aber mit einem plötzlichen Wechsel zu CONCEPTION-artigen Riffs im Nachgang zum Refrain. Der sich anschließende Titeltrack liefert dann den ersten vollkommen überragenden Höhepunkt, gelingt es ihm sogar unauffällig vom nordischen Doom zum nordischen Viking-Epic-Stil zum Refrain zu wechseln und gemahnt zugleich an Großtaten aus dem Hause ATLANTEAN KODEX ("And from the east a thousand came, devouring down the spire, and from the west a broken grail, up from the north towards the south, revolting down the spine ... to reap heavens apart, with the cold winds, guiding my pilgrimage, fear the return and the turn of the wheel, impious storm, armed with scythes leap, legions in anger"). Hernach kommt ein Lied mit hauptsächlich gesprochenem Text, den man wohl eher als Einleitung für den großen Abschluss-Song 'Far From Light' betrachten sollte, denn 'Far From Light' zelebriert geradezu noch einmal den Stil von PROCESSION auf erhabenste Art und Weise und setzt grandios einen Schlusspunkt unter dieses herrliche Album. PROCESSION lassen auf jeden Fall nunmehr alle anderen Gruppen ähnlicher musikalischer Ausrichtung hinter sich. Da das Album ein echter Grower ist, sollte - nicht nur aus optischen Gründen - das langlebige transparente oder blut-rote Vinyl zum Kauf heranzgezogen werden. 

(9 Punkte)




30.05.13
Von: Michael Haifl
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