PERSEFONE - Aathma

2017 (Vicisolum) - Stil: Progmetal / Progressive Death Metal


PERSEFONE sind in Sachen Progmetal aktuell der heißeste Scheiß. Die Band aus Andorra beglückt mit ´Aathma´ ihre beträchtliche Schar aus Progmetal und Djent-Anhängern nach Jahren der Dürre nun auch endlich wieder mit einem neuen Werk. Dabei dürften diese keineswegs enttäuscht werden und selbstredend sich das Album bis zum Gehtnichtmehr schön hören.

Denn alle Bandmitglieder von PERSEFONE können natürlich rein Instrumental betrachtet als kleine Genies angesehen werden. Die beiden Gitarristen Carlos Lozano und Filipe Baldaia legen einige imposante sowie beachtenswerte Läufe hin und drücken als Knalleffekt großartige Soli ab. Dazu erklingen fette Keyboards von Miguel Espinosa und sogar atmosphärische Klaviereinsätze. Folglich ein äußerst interessanter Sound, geradezu ein Wahnsinnssound, der hier dem Hörer entgegen schwappt.

Treiben die wenigen, sphärischen Sounds zuweilen nicht sogar in Post Rock-Gefilde ab, feuert die Rhythmus-Sektion solch ein Dauerfeuer ab, dass dem Hörer die nie zuvor gesehenen Haare aus den Lauschern gepustet werden. Neben growligem Gesang liefert Sänger Marc Martins obendrein geschmeidig klaren Gesang ab. Dennoch bietet dieser ohnehin zu keiner Sekunde die erwarteten Spannungsmomente. So bewegen wir uns hier auch keinesfalls auf Ebenen von OBSCURA und MESHUGGAH oder in Bereichen der Aufgedrehtheit von BETWEEN THE BURIED AND ME. Gleichwohl müssen immerhin die Gastauftritte eines Paul Masvidal (CYNIC) und Øystein Landsverk (LEPROUS) sowie einer Merethe Soltvedt zu den Schönheiten dieses Werkes gezählt werden.

Lässt der Hörer den Lauf des Albums Revue passieren, darf schlicht eine musikalische Mischung aus MESHUGGAH, DREAM THEATER und EVERON konstatiert werden. Zwischen musikalischen Ausbrüchen und kleinen Feinheiten nehmen sich PERSEFONE tatsächlich alle Zeit der Welt. Vielleicht zuweilen etwas zu viel. Der Charme des Albums findet nämlich letztlich zu keinem Augenblick seine Erfüllung. Selbst in Momenten, in denen die Songs gen Himmel treiben, die Wolken bereits zur Seite geschoben werden und der schillerndste Glanz in greifbarer Nähe scheint, öffnen sich niemals die Tore zum Licht. Unbefriedigend.

(6 Punkte)



https://www.facebook.com/persefoneband/
http://www.persefone.com/

 

 




27.02.17
Von: Michael Haifl
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