OCEANS OF NIGHT - Midnight Rising

2014 (Eigenproduktion) - Stil: (Prog-/ Rock-) Metal


Wer einen der brillantesten Sänger der Metal-Historie auf einem aktuellen Album erleben will, wird nicht um das Werk von OCEANS OF NIGHT herumkommen. Hier singt, auch schon als die Band noch ein Soloprojekt Scott Moshers war, der großartige Scott Oliva. Hauptsächlich bekannt durch sein Mitwirken an den Meisterwerken von INNER STRENGTH und LAST VISION BLACK, ließ er seine Stimme zudem bei WIND WRAITH, DERANGED und vielen anderen erklingen.

Mit `The Haunted Mind´ startet das Album, wie erhofft, mit einem Song, zwar getragen und mit Keyboards unterlegt, der aber gesanglich zutiefst INNER STRENGTHige Freudentränen hervorruft. Und damit die Keyboards nicht allzu schwülstig erklingen, OCEANS OF NIGHT haben sich schließlich Ambient-Prog-Metal auf die Fahne geschrieben, konnte sogar für einige Lieder Vivien Lalu (LALU) für die Bedienung der Tasten gewonnen werden. Mit Klängen wie aus besten Elektronik Tagen a la TANGERINE DREAM beginnt `Midnight Rising`. Diese werden aber umgehend von den Gitarren abgelöst, während Oliva hier teilweise eine etwas tiefere Tonlage als üblich bevorzugt. 

Zwei längere Instrumentals hat die Gruppe ebenfalls mit ´Critical Mass / The Breathless Sleep´, wobei hier beim zweiten Teil des Liedes die Tasten den Hörer in den Weltraum beamen, und dem äußerst heavy daherkommenden ´A World Born Of Fire´ anzubieten. Doch die beiden Epic-Songs - `The Burning Sky`, der sich musikalisch immer weiter und weiter in göttliche Höhen schraubt und das eher getragene `Gone Forever` - beglücken weit mehr. `Crashing Down´ packt den Hörer umgehend am Schopfe, während Oliva bei ´Wherever You Are´ ganz besonders schön seine goldenen Stimmbänder gebraucht. Zum Abschluss gibt es noch einen netten Bonus-Track (`Reach Me´) mit dem Gesang von Stephanie Warren zu hören.

Das Album wurde erneut von Joey Vera (ARMORED SAINT, FATES WARNING) abgemischt sowie gemastert und präsentiert einen vollkommen eigenständigen Sound, der weder modern noch altbacken klingt, wobei höchstens die Drums einen gehörigeren Punch, um der Sterilität zu entsagen, mehr vertragen könnten. Als Gast konnte Mosher auch den Gitarristen Chris Rifkin gewinnen und bei genauerer Betrachtung ist der vorliegende Bandsound dem des Gitarristen von EYE OF THE STORM gar nicht so unähnlich. Wer sich also einen sphärisch unterlegten FATES WARNING oder QUEENSRYCHE-Sound in irgendeinem Paralleluniversum vorstellen kann, liegt mit seinen Gedankengängen gar nicht so verkehrt. Liebhaber des Gesangs von Scott Oliva dürften die Songs ohnehin lieben.

(8 Punkte)

http://www.oceansofnight.com/




08.10.14
Von: Michael Haifl
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