BELL - Tidecaller

2017 (Independent) - Stil: Doom


Oft sind es Feinheiten oder direkt ins Gesicht schlagende Argumente, die die Wertschätzung eines Albums ausmachen. Bei den Schweden BELL dürfte beides zutreffen.

Das direkt aus der Hell stammende Trio liefert nach eigenem Bekunden auf ´Tidecaller´ Stoner und Heavy Rock mit Power ab, poltert dessen ungeachtet äquivalent einer Doom-Combo durch die nordische Walachei, wirft als Anschauungsmaterial SOLITUDE AETURNUS und CRYPT SERMON Funken sprühend ins nächtliche Lagerfeuer. Hat gleichwohl einige epische Anwandlungen, die den modernen Traditionsbewahrer anfixen dürften wie zuletzt ATLANTEAN KODEX und in den Finessen schleudert Sänger Martin Welcel einmal gar eine John Arch-Gedächtnismelodie in die Glut hinein. Nicht nur Nachteulen dürfen daher bei den nach vorne drängenden ´Tidecaller´, ´Reach Out´ sowie ´Dawn Of The Reaper´ die Ohren heben.

Geschmackvoll, doomig böllernd, darf dieses Debüt bezeichnet werden, auch wenn BELL nicht aus Bollnäs stammen. Mahlzahn.

(7,5 Punkte)



[ Eine nett aufgemachte CD-R kann direkt bei der Band geordert werden: https://www.facebook.com/belldeg ]




08.03.17
Von: Michael Haifl
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