ANTHROPIA - Non-Euclidean Spaces

2015 (Eigenproduktion) - Stil: Sympho-/Prog-Metal


Die Franzosen ANTHROPIA legen ihr drittes Album seit ihrer Gründung vor zwölf Jahren vor und präsentieren ihren symphonischen Metal so vielschichtig, dass er fast als Prog Metal durchgehen könnte. Mastermind Hugues Lefebvre hält sich beim Gesang weitgehendst zurück, konzentriert sich auf seine Gitarre und überlässt der überaus talentierten Nathalie Olmi in der Regel das Mikrofon. Zudem wurde Edu Falaschi (ex-ANGRA, ALMAH) als Gastsänger angeworben. Und da der Sound der Franzosen in vielen Liedern äußerst stark in Richtung eines Nachbarlandes tendiert, konnte für die Umrahmung dieser Lieder Arjen Lucassen (AYREON, STAR ONE) gewonnen werden, der einige Lovecraft-Zitate vortragen darf, denn ´Non-Euclidean Spaces´ ist als Konzeptalbum eine Hommage an H.P. Lovecraft und seinen Cthulu-Mythos. Es ist zudem als Eigenproduktion perfekt produziert und fährt glücklicherweise auch keine oft in diesem Genre anzutreffende Hochglanzproduktion auf, die den Songideen und teilweise bis zu zehnminütigen Songs eher geschadet hätte.

Während es beim Opener `The Melancholy Of R.C.´ rhythmisch gesehen fast nicht an TOOLschem Ideenreichtum mangelt, zielen die Melodien ansonsten, wie anschließend bei ´Silver Twilight Lodge´ noch weit mehr, sehr in Richtung AYREON. Aber die progressiven Einschübe, gerade der mit zärtlichen Fingern die Akustikgitarre streichelnde Refrain beim letztgenannten Song, lassen den Progger von TORMAN MAXT träumen.

Shades of dark gods
Rise and spread over us
And when they come down
Reign of men will crash down

Einer der frühen Höhepunkte des Albums, obwohl es im Anschluss beim längsten Song ´The Part Of Them In Me´ noch weit grandioser wird. Die Gitarren braten dem zuvor ins Schwärmen geratenen Prog-Head ordentlich eins über. ´Seeds Of Decay´ würde dagegen in der Folge auf jedem Lucassen Album zum Hit avancieren. Bevor schließlich in ´The Snake Den´ Edu Falschi ins Geschehen eingreifen kann, singt Bandleader Lefebvre noch ´When The Stars Come Right´ ein. Doch leider kann das frühe, grandiose Niveau nicht bis zum Ende gehalten werden, da der überbordende Ideenreichtum in den restlichen Liedern nicht mehr ganz so ergiebig sprudelt.

ANTHROPIA legen mit ihrem dritten Album ein gutes Album im Bereich des symphonischen Metals vor, das gerade aufgrund seiner außergewöhnlichen Ideen vorzüglich mundet.

(7,5 Punkte)




14.05.15
Von: Michael Haifl
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