ALUNAH – Awakening The Forest

2014 (Napalm Records) – Stil: Doom-Metal


Was haben BLACK SABBATH, GODFLESH, NAPALM DEATH, JUDAS PRIEST, BOLT THROWER, DIAMOND HEAD, CATHEDRAL und LED ZEPPELIN gemeinsam?

Richtig, sie stammen aus Birmingham, das deshalb völlig zu Recht als Wiege des Heavy Metal gilt. Ob sich auch an die "Brummies" von ALUNAH eines fernen Tages noch jemand erinnern wird?

Ein gewisser Wiedererkennungswert ist alleine schon durch die Stimme von Frontfrau und Rhythmusgitarristin Sophie Day gegeben. Die Dame nutzt ihren Resonanzkörper, klingt wie die kräftigere Schwester von Jessica Toth (JEX THOTH), mit deren Musik sich ALUNAH ohnehin am ehesten vergleichen lassen. Im Unterschied zu den stets umnebelten Kaliforniern klingen Mrs. Sophie, ihr Gatte David, Drummer Jake Mason und der neu hinzugekommene Bassist Dan Burchmore allerdings deutlich reduzierter. Von Psychedelic ist im ALUNAH-Sound nicht viel zu spüren, trotzdem wohnt den langen, von grabsteinschweren Riffs getragenen Songs stets eine gewisse Wärme inne, die die melancholische Grundstimmung vorm Abgleiten ins Depressive bewahrt. Bestes Beispiel: 'Heavy Bough', das mit seinem Groove, Davids Greg-Mackintosh-Gedächtnisleads und dem schlichtweg fantastischen Refrain ein ganz heißer Kandidat für den Doom-Song des Jahres ist.

Leider erreicht der Rest des Materials diese Höhen (oder Tiefen?) nur phasenweise. 'Bricket Wood Coven', der an BLACK SABBATHs Geburtsstunde gemahnende Opener, ist ebenfalls auf Neuner-Niveau anzusiedeln, auch das titelgebende, mit feinen Doppel-Leads verzierte 'Awakening The Forest' rührt das doomverliebte Herz. 'The Mask Of Herne' hingegen weiß ebenso wenig zu fesseln wie die beiden Longtracks zum Abschluss, wobei das finale, halbballadeske 'The Summerland' immerhin ein wunderbares Entspannungslied abgibt.

Unterm Strich ist ALUNAH auf Album Nummer drei eine erneute Steigerung gelungen, mit der sich das Quartett in der internationalen Klasse etablieren sollte. Der Sprung in die DOOM-Weltliga ist womöglich nur noch eine Scheibe (und ein paar Tempovariationen) entfernt.

(8 Punkte)




11.10.14
Von: Ludwig Krammer
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