MAYFAIR

my ghosts inside-sessions


Leider war es dem Streetclip.tv-Team nicht möglich, rechtzeitig bei der österreichischen Rock-Band MAYFAIR einen Studio-Termin wahrzunehmen. Denn diese verbrachten von Anfang Oktober an bald zwölf Wochen lang im Studio. Erst zum Schluss ging es in die Little Big Beat Studios zum Mastering.

Nun ist das neue Album `My Ghosts Inside´ fertig. Es enthält elf neue Lieder, von denen Gitarrist René sagt, dass sie es wohl erstmals geschafft hätten, ihre Vorstellungen nahezu perfekt umzusetzen.

Nun fühlen sich Sänger Mario, Bassist Johannes, Drummer Jolly und René völlig losgelöst und warten sehnsüchtig auf das Feedback ihrer treuen Die-Hard-Fangemeinde. Wir durften daher derweil schon das gesamte Album mit allen elf Songs hören und wollen Euch natürlich nicht unseren ersten Eindruck von diesen vorenthalten:

loss

Der recht kurze Opener lässt Euch vom Hocker fallen. Eine Stimmung wie zuletzt beim Über-Klassiker-Album ´Behind´ und der Hörer wartet fast sehnsüchtig, das ein gelbes Taxi erscheint. René scheint sich derweil schon höllisch einzugrooven, bis Mario in den letzten Sekunden seine Stimme kurz in die Höhe treibt.

my ghosts inside

Jetzt wird es flotter und Johannes haut Euch seinen Bass um die Ohren. Mario flüstert, er schreit - vollkommen unverhofft schnürt es Euch den Hals zu. Rhythmisch äußerst interessant und wieder fast zu schnell vorbei.

desert

Ein eher getragener Song, bei dem René gar eine etwas orientalische Melodie auspackt und Mario wieder vollkommen entgeistert singt. Zwischendurch kurz düster singend, fängt Mario sogar - oder sind es die bösen Geister, die aus ihm herausströmen - fast an zu growlen.

blinded by your light

Dann diese Gitarre von René - unglaublich. Eine Melodie für die Ewigkeit. Eine von denen man Nachts aufwacht, zumal wenn Mario darüber lieblich singt. Ganz großes Kino.

when angels and demons meet

Erneut ein Groove wie aus der Hölle. Die deutsche und die englische Sprache wechseln sich hier eher ab. Nach einem Break in der Mitte, setzt Mario in Deutsch vielleicht zu seiner schönsten Gesangsleistung an, derweil sich die Band ebenfalls in einen Rausch zu spielen mag. Wundervoll.

our fire starts here

Der Song klingt wie aus einer längst vergessenen Epoche und ist nur eineinhalb Minuten lang; geht jedoch direkt über in ...

ghostrider

Mario überrascht schon wieder mit so unterschiedlichen Gesangsparts. Den Titel singt er rau und unbarmherzig. Singt er da seiner Liebe nach? Jedenfalls in vollkommener Hochform. Und bei René hört sich alles so einfach und leicht an.

boom

Hier ploppen die Gefühle auf, mit Melodien, die als Ohrwurm dienen können. Der Song könnte ein längst vergessener, passt er doch in das Drei-Minuten-Schema, Indie-Hit sein, den keiner kennt. Das ist MAYFAIR-Feeling, aber mit einer unwahrscheinlichen Leichtigkeit gespielt.

andermal

Etwas Englisch, aber hauptsächlich in Deutsch gesungen. Natürlich schnell gespielt, bis auf den gefühlvolleren Part, vielleicht im alten Pavillon-Stil; und so schraubt sich der Song in den Wahnsinn hinein. Kann zwischendurch im Gitarrenspiel sogar RUSH herausgehört werden? Vielleicht ein andermal.

schrei es raus

Nochmals in Deutsch, ziemlich schnell in der Strophe, geradezu tänzerisch gesungen. Bewegen alle beim Spielen ihre Hüfte? Alles bewegt sich - nicht zu beschreiben. Und, ja, es wird herausgeschrien.

until we meet again

Genauso schwer wie ´Der Abschied´ vom letzten Album. Eine ebensolche morbide Stimmung - langsam und getragen. So finster und endlos lang wie der skandinavische Winter. Obwohl letztlich immer Hoffnung bleibt, verbreitet von Marios Gesang und dieser wahnwitzigen Gitarrenmelodie.

Nun konnten wir hoffentlich allen Liebhabern von MAYFAIR etwas die Zeit bis zum baldigen Release-Termin vertreiben. Ein ausführliches Review folgt natürlich in den nächsten Wochen. Stay tuned, stay yellow.

 

 




24.01.16
Von: Michael Haifl
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