STORMWARRIOR, PALACE, LONEWOLF

17.03.2017, Mannheim, 7er Club


Jens Knutson, Jürgen Tschamler

 

 

 

 

 

 

 

 

Freitagabend war im 7er Club eine Triple-True Metal-Attack fällig. Interessanterweise war der Club doch gut gefüllt, obwohl am anderen Ende der Stadt TARJA trällerte. Das Dreierpackage LONEWOLF, PALACE und STORMWARRIOR lieferte sozusagen das Warm-up für ein Indoor Festival in Colmar (Frankreich), dem 'Skull Crush'-Festival.

LONEWOLF, Frankreichs Antwort auf RUNNING WILD (sagen nicht wenige), eröffnete den Abend mit einer amtlichen Dosis Headbanging-Metal. 45 Minuten lang hetzten die Franzosen durch ihre Alben, wobei der Sound nicht wirklich perfekt war. Aber die ungestüme Power der Herren übertrug sich schnell auf das Publikum.

Mit einem Backkatalog von acht Alben und nur 45 Minuten Zeit ist die Songauswahl deutlich eingeschränkt. Man begann zwar etwas holperig mit `Hordes Of The Night`, steigerte sich dann aber mit jedem Song und legte mit `When The Angels Fall` einen klassischen Höhepunkt vor.

Jens Börner brauchte auch zwei / drei Songs bis die Stimme im Lot war, aber dann lief die Kiste rund. Die Ansagen von ihm kamen in Deutsch. Hier und da gab es kurze Statements zu den Songs, u.a. zu `Viktoria`, einen Stück das er seiner Tochter widmete. Metal wie er sein sollte, unverfälscht, zum Headbangen animierend - LONEWOLF haben geliefert, die Fans gefeiert! So sollte es sein.

 

Mit PALACE kamen dann die Lokalmatadoren aus der Pfalz zum Zuge und legten sich richtig ins Zeug. Mit ihrem ungefilterten Heavy Metal und der klassischen Achtziger Jahre-Attitüde ließ man es krachen.

Ich muss gestehen, ich bin nicht wirklich mit der Band vertraut, aber der Auftritt machte Laune. Auch wenn man sich über die Frisur von Harald „HP“ Piller auslassen könnte. Er scheint der Zeitmaschine entsprungen zu sein. Gesanglich dagegen alles im Lot. `Rot In Hell` war der Einstieg in den Auftritt und mit Tracks wie `High Speed World`, `Iron Horde` oder `Women In Leather` hatte man die Fans schnell überzeugt. Simpler Metal ist manchmal die bessere Variante als die aufgesetzt anspruchsvolle Variante. Und so zogen die Pfälzer ihre Songs makellos durch, wobei das Stageacting etwas eindimensional wirkte. Als Aktivposten ist eigentlich nur Basser Tom Mayer zu nennen. Dennoch hinterließ die Band einen positiven Eindruck.

Mit den Hamburger STORMWARRIOR stand der Headliner flugs auf der Bühne und kämpfte auch erst einmal mit einem matschigen Sound. Generell fiel auf, dass die Band schon tighter gewirkte hatte als an diesem Abend. Der typische Teutonen Metal ging stier nach vorne los, in den ersten Reihen bangte man im Kollektiv.

Man stieg mit zwei Songs vom `Heading Northe´ Album ein: `Iron Gods` sowie `Metal Legacy`. Arbeitete sich dann durch die verschiedenen Alben und kam irgendwann zu einem unnötigen Bass-Solo von Yenz Leonhardt. Im letzten Drittel des Sets kam es zu einer kurzen Gastperformance einer Lady, die man nicht näher vorstellte (wie sich nachträglich herausstellte, thx an Varg S, bei der Sängerin handelte es sich um ELVENSTORM Sängerin Laura Ferreux, big Fail meinerseits...) . STORMWARRIOR bollerten ansonsten akzeptabel durch ihren Set und ließen sich für zwei Zugaben (´Heading Northe´, ´Iron Prayers´) auch nicht lange bitten. Nett, aber wenig überzeugend.

Sieger nach Punkten aus meiner bescheidenen Sicht an diesem Abend: LONEWOLF.

Ein nettes Event für den traditionell ausgerichtet Metalfan, u.a. mit zwei Combos, die man nicht so oft in der Ecke der Republik sieht.




18.03.17
Von: Jürgen Tschamler
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