FLOTSAM AND JETSAM, BLIKSEM, HATEFUL AGONY

25.5.2015, Backstage Halle, München


Beim Rock-Hard-Festival hatten sie vergangene Woche einen blendenden Eindruck hinterlassen, drei Tage später sollten FLOTSAM & JETSAM dem Münchner Publikum eine Lehrstunde in Sachen Thrashkunst erteilen. Leider hatten sich an diesem regnerischen Pfingstmontagabend nicht einmal hundert Hanseln in der Backstage Halle eingefunden - eine äußerst magere Kulisse für eine der nach wie vor besten Hartwurst-Livebands überhaupt.

Sänger Eric A.K. (bestens bei Stimme!) und seine Mitstreiter schien’s nicht zu stören. Mit Verve und Spaß legten die Arizona-Veteranen einen Oldschool-Set auf die Bretter, der fast keine Wünsche übrig ließ. Famos, mit welcher Präzision Ur-Gitarrist Michael Gilbert und Neuling Steve Conley die Twin-Soli aus ihren Griffbrettern zwirbelten, nicht minder beeindruckend das ultratighte Rhythmusduo Michael Spencer (Ex-SENTINEL BEAST) am fünfsaitigen Bass und Jason Bittner (Ex-CRISIS, -TOXIK, -SHADOW’S FALL) hinter der Schießbude - so filigran kann Thrash sein!

Die Songauswahl, zum größten Teil bestehend aus Edelstoff der ersten beiden Alben, setzte dem Ganzen natürlich die Schaumkrone auf. Einzig ‚Metal Shock‘ hätte ich noch gerne gehört. Aber an diesem Hammer-Gig ernsthaft herumzumäkeln? Nein, das würde an Stahl-Blasphemie grenzen.

Setlist FLOTSAM AND JETSAM 
No Place For Disgrace
Desecrator
She Took An Axe
Suffer the Masses
Gitty Up
Dreams Of Death
Hammerhead
Iron Tears
I Live You Die
Escape From Within
Me
Der Führer
Smoked Out
Hard on You
Doomsday for the Deceiver
===
P.A.A.B.

 

Ein erfrischendes, wenngleich etwas zu drumlastig abgemischtes Vorprogramm lieferten die Münchner Thrasher HATEFUL AGONY, die bereits sechs Alben veröffentlicht haben und mit ihrem brachialen Oldschool-Sound Erinnerungen an alte DESTRUCTION, NUCLEAR ASSAULT und SADUS weckten. Ein Besuch beim nächsten Gig am 13. Juni in der Augsburger „Ballonfabrik“ sei Freunden des heimischen Undergrounds ans Herz gelegt.

Und auch den Namen BLIKSEM (nl. „Blitz“) sollte man sich merken. Die Belgier aus Antwerpen machten mit ihrem thrashigen Powermetal (oder umgekehrt) ordentlich Appetit auf ihr Ende August erscheinendes zweites Album ‚Gruesome Masterpiece‘. ANTHRAX zu John-Bush-Zeiten und neuere TESTAMENT seien als grober Anhaltspunkt genannt. Vor allem Sängerin Peggy Meeussen hat mit ihrem rauen aber melodiesicheren Organ durchaus schon Erstligareife. Und auch die After-Show-Diskussionen drehten sich vor allem um die Dame, respektive ihren kurzen Rock, der den ersten Reihen einige Basic-Instinct-Momente bescherte. Hat sie - oder nicht? Wir bleiben dran.

Nachtrag: Glaubwürdigen Experten zufolge soll Miss Meeussen einen weißen Schlüpfer getragen haben. Wäre auch dieses Geheimnis, ähem, gelüftet.

 



26.05.15
Von: Ludwig Krammer
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