DESERT MOUNTAIN TRIBE

2. Mai 2016, Frankfurt a. M., Das Bett


Fotos: Marco Magin

Das deutsch-britische Trio hat kürzlich sein Debüt `Either That Or The Moon` veröffentlicht und musikalisch damit auf Anhieb überzeugen können. Der melodische Space-/Desert Rock gehört aktuell zum Besten, was momentan veröffentlicht wurde. Ein magisches Album voll großer Musikalität und packenden Songs. In der Musikpresse kam das Album durchweg gut weg, folglich lag eine eigene kleine Clubtour natürlich nahe.

Dass aber gerade einmal 25 Interessierte in Frankfurt bei der Show des Trios kamen, ist armselig, bedauerlich und einfach nur sehr, sehr ärgerlich. Die Clubs und die kleinen Bands sind die Zukunft des Rocks, wenn es aber keine Interessierten mehr gibt, wird es auch keine zukünftigen Stars mehr geben. Da geht man doch lieber zu IRON MAIDEN, AC/DC, RAMMSTEIN etc. für einen Hunni und denkt, man ist cool.

Ohne Vorband betraten DESERT MOUNTAIN TRIBE gegen 21 Uhr die Bühne und legten umgehend los. Dass eine Band vor solch einer spärlichen Publikumskulisse überhaupt motiviert ist zu spielen, verdient Hochachtung. Und so lieferte das Trio einen wohlklingenden Gig mit den Songs ihrer Debüts ab. Musikalisch ganz großes Kino. Alle Songs in der Regel absolut 100% an den Studioversionen, erlaubte man sich zwischendurch etwas Freigang und improvisierte. Groove und Melodie vereinten sich zu einem großartigen Mix und der ganze Körper wippte zu den großen Riffs, die Jonty Balls aus seinem Instrument zauberte, mit.

Der teils melancholische Gesang zog einen in den Bann und man hob förmlich ab, wenn die Band das Tempo anzog. Dieser Mix aus 3RD EAR EXPERIENCE, THE TEA PARTY und groovenden Desert Rock-Riffs wirkte schlicht magisch. Stücke wie das unfassbar große `Runway`, `Take A Ride` oder `Heaven And Hell` nahmen einen einfach mit auf eine Reise durch wabernde Riffs und überirdische Melodien.

DESERT MOUNTAIN TRIBE hätten deutlich mehr Publikum verdient. Es ist eine Schande, dass sich Bands mit solch einem Talent durch leere Clubs arbeiten, während sich Massenevents in wenigen Stunden ausverkaufen. Man kann nur hoffen, dass das Trio nicht frustriert aufgibt, denn mit solch einem Stil und solch einem Potential sind nicht viele Bands gesegnet.

 




09.05.16
Von: Jürgen Tschamler
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