BRAINSTORM, WINTERSTORM, TRANCE

30. September 2016, Mannheim, 7er Club


Alle Fotos: Jürgen Tschamler

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurzfristig wurden an diesem Freitagabend noch die reformierten „Kultmetaller“ TRANCE bei dem Gig von BRAINSTORM und WINTERSTORM auf deren „Nights Of The Storm“ Tour 2016 angekündigt. Es war der erste TRANCE Auftritt seit der erneuten Reunion, die aus zwei Originalmitgliedern und drei Neuzugängen besteht.


TRANCE

Der 30-Minuten Gig war als Aufwärmer für den Auftritt am folgenden Tag beim Trveheim-Festival im oberbayerischen Otterfing zu werten. TRANCE spielten Songs der frühen Achtziger in einem Heavy-Sound verpackt. Der eigentlich bandtypische Touch kam hier nur wenig durch und wenn ich ehrlich bin, hätte das jede Kapelle sein können, Kult hin oder Kult her. Auch wenn die Hälfte der Zuschauer den Auftritt goutierte und gut mitging, für mich persönlich klang es eher eindimensional und banal.

Kleine Randnotiz: Nur ein paar Kilometer weiter spielten an diesem Abend TRANCEMISSION mit dem ehemaligen TRANCE-Sänger Lothar Antoni im Vorprogramm von BONFIRE.


WINTERSTORM

Nach einer nicht gerade kurzen Umbaupause legten WINTERSTORM aus Franken los. Das Quintett hatte vor einigen Monaten sein viertes Album veröffentlicht. `Cube Of Infinity` stieg sogar bis auf Platz 31 der Longplay-Charts.

Die Folk-/Power-Metaller wirkten sehr professionell und im Publikum schien das Material der Truppe mehrheitlich bekannt zu sein. Die typische Songmuster aus ALESTORM, ORDEN OGAN und diversen skandinavischen Truppen mit Folk Metal-Einfluss vermischen sich im WINTERSTORM'schen Sound. Simple und tausendfach bekannte Melodien dominierten den Auftritt der Franken, die auf Dudelsack und Co. aus der Konserve zurückgriffen.

Gerade wenn solche Instrumente ein markanter Bestandteil des Sounds sind, sollten diese dann auch in „echt“ angeboten worden. Je weiter der Auftritt sich hinzog, umso mehr Langeweile kam auf, zumindest ging es mir so, denn die Songs und Melodien waren schon sehr ausgelutscht und vorhersehbar.

 

BRAINSTORM

Nach zwei kaum überzeugenden Bands rettenden BRAINSTORM dann doch noch den Abend. Die Schwaben um Sänger Andy B. Franck machten dem Begriff Power Metal alle Ehre und schossen fetteste Riffs, fetteste Powergrooves und kraftvollste Songs in die Clubatmosphäre.

Erwähnenswert auch die charmanten An- und Aussagen des Herrn Franck, der die Lacher meist auf seiner Seite hatte. Die Setlist (siehe Foto) war gespickt mit Hits, die dem Banger alles abverlangten. Songhighlights: viele. Aber heraus stachen doch `Blind Suffering`, `Forsake What I Believed`, `Shiver` und `Shiva's Tears`.

Ein makelloser Gig mit einer starken Songauswahl, was bei über zehn Studioalben kein leichtes Unterfangen darstellt.

Gerade noch rechtzeitig fertig wurden zu den Wochenendshows die extrem limitierten `Metus Mortis`-Alben auf Vinyl ("For the first time on Vinyl" - sagt der Sticker!). Die exklusive Tour-Edition, black/white-marbled-Vinyl in 100er Auflage, war somit für Sammler ein MUSS.




02.10.16
Von: Jürgen Tschamler
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