RITUAL MISERY – World Of Hate

(Flop Records, 1994)


Ft. Worth, Texas, war die Homebase dieses Quartetts, das mit `World Of Hate` nur ein hochwertiges Album der Metalwelt hinterließ. RITUAL MISERY liefern kräftig nach vorne gehenden Thrash Metal der hier und da Parallelen zu PANTERA`S `Cowboys From Hell` parat hält. Gerade diese Stakkato-ähnlichen Drum- und Riffsattacken finden sich immer wieder bei RITUAL MISERY. Allen voran der Schädelspalter `Damaged`, der verhältnismäßig ruhig beginnt und dann in diesen brachialen Stakkato-Takt übergeht. Sogar noch deutlich mehr PANTERA beeinflußt haut `Blood Machine` aus den Boxen. Hier wird gesanglich etwas auf Anselmo gemacht, was nur suboptimal ist. Generell kann man der Band aber auch old-schoolige Tendenzen unterstellen, gerade was das Riffing betrifft. Das Album ist verdammt kurzweilig und liefert aggressive, sehr kantige Tracks, die durch einen exzellenten Sound zusätzlich aufgewertet werden. Der Band gelingt ganz gut der Spagat zwischen Bay Area Thrash Metal und den Stakkato-Attacken PANTERA`schen Ausmaßes, was in letzter Konsequenz ein gelungener Mix darstellt, den damals nicht viele Bands versucht haben zu liefern. Richtig Hammer ist das Quartett bei Tracks wie `Money` oder `Speak Thru Scars`, die nur eine Marschrichtung kennen- brachial nach vorne. Thrash with Class! Sicher sind RITUAL MISERY nicht der Überflieger-Thrash Hammer, aber in Anbetracht des Veröffentlichungsjahres haben die Jungs ein knalliges, zeitloses, souveränes Thrash Metal Brett abgeliefert das leider untergegangen ist. Wie groß die Auflage war ist nicht zu ermitteln, aber groß war die sicher nicht, denn aktuell, wenn man Glück hat, findet man die CD für 30-45 Euro. Eine lohenswerte Scheibe, die qualitativ weit über den vielen Retro-Thrash Releases liegt und Genre Fans umgehend in seinen Bann ziehen dürfte. Zwischen all den Neunziger Thrash Metal CDs, durch die ich mich erst kürzlich wieder durchgearbeitet habe, sind RITUAL MISERY ein echter Lichtblick.




17.01.14
Von: Jürgen Tschamler
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