POINT BLANK – American Excess

(MCA 1981)


Die 1974 gegründeten POINT BLANK waren in den 70ern eine Southern Rock Band, die immer im Schatten der großen Gruppen wie LYNYRD SKYNYRD und MOLLY HATCHET stand, obwohl die Alben aus dieser Zeit nicht schlecht sind. Mit`American Excess´ entfernten sie sich etwas von ihren Wurzeln und liesen AOR und Hardrock mit in Ihren Sound einfliesen. Jetzt stellte sich auch ein größerer Erfolg ein, was wohl auch dem massiven Airplay der Single ´Nicole` zu verdanken war. Ich muss offen zugeben, dass es das Album anfangs nicht leicht bei mir hatte, da ich lange nur einen Track kannte, der sich doch etwas vom Rest des Albums unterschied. Das Album ist aber mit jedem Hören immens gewachsen und gehört für mich definitiv zu den „Forgotten Jewels“. POINT BLANK sind immer noch aktiv und andauernd auf Tour. Ein Markenzeichen der Band ist sicher der oft benutzte, mehrstimmige Gesang. Der Opener `Let Me Stay With You Tonight´ ist ein gefälliger Rocksong, relativ ruhig, der seine Qualitäten durch die wunderbare Instrumentalarbeit aufzeigt. `Walk Across The Fire´ ist der zuvor erwähnte Track, den ich lange bevor ich das Album bekam, kannte. Ein toller und recht harter southernlastiger Song mit krassem Gesang von Rusty Burns. Anspieltipp! Das schon angesprochene ´Nicole´ ist typischer Früh-Achtziger AOR, dezent mit Piano unterlegt, bei dem man die Southerwurzeln trotzdem noch hört. ´Going Home´ schallt sehr fröhlich und einprägsam aus den Boxen. Hier zeigt sich auch wieder ein Phänomen der frühen Achtziger: Der geniale Drumsound. Sparsame, aber passende Riffs prägen ´The Getaway´, das ich ebenfalls als Anspieltipp empfehlen will. Fast reinrassigen AOR liefern POINT BLANK mit ´The Way You Broke My Heart´, das für mich zu den Highlights der Scheibe zählt. ´Restless´ ist wieder mehr Southern Rock,. Ein richtiger Knaller. ´Cadillac Dragon´ ist leider ein Lückenfüller. Zündet irgendwie gar nicht. Das Album endet mit `Do It All Night´, einen Up Tempo Rocker mit tollem Zusammenspiel von Harp und Leadgitarre. Die LP war früher mal relativ teuer, ist aber jetzt zu moderaten Preisen zwischen fünf und zehn Euro zubekommen. Auf CD gibt es das Einzelalbum nur als Japanpressung, die selten auftaucht und nicht gerade billig ist. Es existiert aber auch eine CD mit zwei Alben, neben ´American Excess´ ist noch ´On A Roll´ enthalten.




25.10.12
Von: Nikolaus „Rauberer“ Herrmann
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