ENTROPY – Ashen Existence

1992 (Band Release) – Stil: Thrash Metal


Vor zwei Jahren hat das kanadische Quartett sein letztes Album mit dem Titel `E3`veröffentlicht, das musikalisch nichts, aber auch gar nichts mehr mit diesem Thrash Metal Brecher von 1990 zu tun hat. `Ashen Existence` kam eigentlich zu einem guten Zeitpunkt raus. Der Markt für Thrash Bands war nicht mehr ganz so überfüllt, neue Trends dominierten die Hartwurst Szene und dennoch ging das Album sowie die Band damals unter. Die Band ging aufgrund des Desinteresses der Musikindustrie den Weg einer Eigenproduktion und bumm, da stimmte von den Songs über das Cover bis zur fetten Produktion alles. `Ashen Existence` ist ein hartes, räudiges Thrash Album das sogar über einige kleine Alleinstellungsmerkmale verfügt. Da waren die teils rasenden Zwischenparts, die zum damaligen Zeitpunkt noch nicht sehr weit verbreitet waren, und auch die Vocals, die immer wieder mal kurz ins deathige Metier abdrifteten. Das Songwriting ist nicht uninteressant zu nennen, hat man doch ab und an auch immer wieder mal kurze Verschnaufpausen in die Thrash Granaten eingepflegt, die das Ganze atmosphärisch abrunden. Das über 6-minütige `Darkness Weaves` ist ein gutes Beispiel für das abweichen der üblichen Voll-Nach-Vorne-Gehen-Taktik. Sechs der sieben Tracks sind wie erwähnt, astreines Thrash Geballer und nur ein Track fällt aus dem Rahmen. Soundlich, musikalisch, von der ganzen Qualität her. `Psionic Dissection` ist so katastrophal schlecht weil man hier einen auf übelstes Death Metal Geboller macht, das seinem die Haare zu Berge stehen. Was man sich bei diesem Drecks-Track gedacht hat wird wohl für immer ein Rätsel bleiben. Ansonsten kann man `Ashen Existence` kann man Fans von qualitativ gutem Neunziger Jahre Thrash Metal mehr als empfehlen. Die Original-CD ist schon lange vergriffen, aber die Kanadier haben dieses Album, sowie den nicht ganz so starken Nachfolger `Transcendence` neu aufgelegt und diese kann man über die Bandhomepage bestellen: www.entropymetal.com




11.08.14
Von: Jürgen Tschamler
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